Webdesign früher und heute

TimBerners-Lee

Seit Tim Berners-Lee 1989 seine ersten Hypertext-Links am CERN entwickelte hat sich einiges getan im Webdesign. Die ersten Webseiten bestanden im Wesentlichen aus Text. Links waren in Blau, der Rest in Schwarz. Erste Design-Elemente kamen durch die Einführung von Tabellen. Nun konnte man Text anordnen und ein Layout entwickeln. Bilder schließlich machten die Webseiten ansprechender und auch funktionaler. Tabellen waren lange die einzige Möglichkeit der Gestaltung. Zwar entwickelten Marc Andreessen und Eric Bina den Mosaic Browser, aber erst die Gründung des W3C machte es möglich, Protokolle und Funktionen zu vereinheitlichen.

Als 1996 Microsoft seinen Internet Explorer auf den Markt brachte, wurde er mit gemischten Gefühlen aufgenommen, weil er zwar freiere Gestaltung zuließ, allerdings nur mit dem Microsoft-Formatvorlagen. Es zeigte sich bald, dass die Tabellenstruktur nicht mehr ausreichte. Das W3C beschloss die Einführung der Cascading Style Sheets (CSS), womit der HTML-Code schematischer wurde und man nicht mehr durch Tabellen gefangen wurde. Doch CSS musste auf den großen Durchbruch noch warten, weil zur gleichen Zeit Adobe mit Flash auf den Markt kam. Diese Software erlaubte quasi alles, was der Designer wollte. Filme, Animationen, Elemente in allen Größen und Formen. Was vorher ein durch die technischen Limitierungen bedingtes simples und klares Design war, wucherte nun aus zu überladenen, funktionsschweren Webseiten. Recht bald kamen Erweiterungen hinzu, die ebenfalls Gestaltung zumindest flexibler machten: Javascript, Silverlight und schließlich der HTML 5 Standard, der Flash in weiten Teilen obsolet machte.

Heute können Webseiten frei gestaltet werden, es gibt quasi keine technischen Limitierungen mehr, was die Gestaltung angeht. Dennoch spielen Funktionen eine wichtige Rolle: Eine Webseite darf nicht zu schwer sein (Dateigröße), sie muss übersichtlich sein und ihre Aufgabe erfüllen. Calls-of-Action durch Pop-Ups sind derzeit der Trend Nummer 1 und zeigt, dass Webseiten wieder mehr Marketinginstrument sind als “nur” eine digitale Broschüre. Ebenso wichtig ist das responsive Design geworden. Damit werden Webseiten angepasst an verschiedene Endgeräte, so dass sie automatisch ein dem Gerät entsprechendes Design haben.