Mythen über Designer

hqdefault (3)

Es gibt ein paar Mythen über Designer, die wir einmal aufklären wollen, weil sie Kunden und Nachwuchskräfte in die Irre führen könnten. Und damit der gesamten Branche nicht dienlich sind.

Jeder kann ein Designer sein

Auch wenn das in der Theorie richtig sein mag, ganz so einfach ist es nicht. Es bedarf harter Arbeit, Zeit und vor allem auch Talent. Ein Hochschulabschluss ist der Anfang einer Designerkarriere, nicht das Ende. Danach kommt die Arbeit in einem Unternehmen, und hier zeigt sich ob man den Anforderungen gewachsen ist und vor allem die Kreativität hat, die in der Praxis benötigt wird.

Ein Computer reicht, um Design zu machen

Auch wenn der Computer heute das wichtigste Werkzeug ist, das Designer benutzen, um ihre Entwürfe umzusetzen, so ist es doch ein Werkzeug. Ein Pinsel macht keinen Maler und ein PC keinen Designer. Papier ist das Mittel der Wahl auch heute noch für jeden guten Entwickler. Man kann fast sagen, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt: Wer Skizzen auf Papier machen kann, ist deutlich im Vorteil.

Die Arbeit des Designers ist Geschmacksache

Natürlich gibt es im Design immer wieder Diskussionsbedarf und es gibt natürlich auch schlechtes Design. Aber ein guter Designer kann und wird immer begründen, warum er welche Gestaltungselemente gewählt hat. Farben zum Beispiel sind kein Selbstzweck, sie werden nicht verwendet, weil der Gestalter eine Vorliebe hat. Sie erfüllen eine Funktion. Rot zum Beispiel ist eine dominierende Farbe zu Weihnachten. Sie nicht zu nutzen wäre schlicht falsch. Ebenso falsch ist es, mit Blau Ostern ausdrücken zu wollen.

Der Kunde weiß es am besten

Auch hier ist es nicht schwarz und weiß. Natürlich sollte ein Kunde wissen was er will. Aber es hat auch einen Grund, warum er einen Designer braucht. Beide müssen zusammenarbeiten und versuchen, gemeinsam das beste Produkt zu entwickeln. Beharren auf seinen eigenen Positionen, vor allem aus Machtgründen, bringt nichts.