Grundlagen der Architektur

Gute Architektur kommt nicht aus einer spontanen Idee, sondern ist ein Prozess, an dessen Ende ein großes Projekt steht.

Die wesentlichen Grundlagen bilden dabei

  • Kundenwunsch und -briefing
  • Analyse des Bauplatzes
  • Funktionen und ergononische Überlegungen
  • Umweltanalyse
  • Beziehungsräume

Das Gespräch mit dem Kunden und das Verständnis seiner Wünsche kann über Erfolg und Misserfolg eines Architektur-Projekts entscheiden. Je detaillierter die Vorstellungen sind, je genauer seine Anweisungen, desto besser kann der Architekt das in Design umsetzen.

Gute Pläne des Grundstücks sind eine Vorrausetzung für eine gute Arbeit des Architekten, aber es ist unerlässlich, sich das Gebiet selbst anzuschauen. Wie sieht die Umgebung aus, welche Elemente herrschen vor, wie sind Hinterlandschaften beschaffen. Gibt es Hindernisse wie Flüsse oder Berge die auf Plänen nicht zu sehen sind. Wie steht die Sonne zu welchen Tageszeiten? Welche Windverhältnisse herrschen vor? Ist das Gelände in Hanglage oder eben?

Wenn das Briefing gut war, sollte der Architekt verstanden haben, welche Anforderungen es gibt und wie sie uarchitecture-654155_960_720mgesetzt werden können. Es ist immer eine gute Idee, sich die Räume die man schafft, vor dem geistigen Auge vorzustellen. Können viele Menschen gleichzeitig durch die Türen des Fabrikgeländes, hat die Kantine mehr Toiletten als andere Stockwerke, sind die Laufwege zu Aufzügen für alle gleich? Gibt es Ruhezonen und wie sind diese ausgeleuchtet? Sind sie vielleicht zu hell? Eine gute Übung ist es, eine Geschichte des Gebäudes zu schreiben. Was geschieht dort, wer sind die handelndes Personen und welche Ansprüche haben sie?

Spätestens seit den 80er Jahren spielen Umweltaspekte eine wichtige Rolle in der Architektur. Zum einen soll ein Gebäude keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Das Grundwasser darf nicht umgeleitet werden, es soll keine Abgase geben, bestehende Bäume sollen erhalten bleiben wenn möglich. Aber auch die Nutzung der Umwelt ist wichtig: Solar- und Windenergie sind da nur zwei Stichwörter.

Als letzter Schritt sind die Beziehungsräume zu sehen. Damit ist gemeint, welche Beziehungen zwischen Räumen und Plätzen bestehen. Sind Toiletten zu nah am Konferenzraum? Ist der Aufzug in der Mitte der Parkgarage? Ist die Garderobe nahe am Eingang?